Willkommen auf der Homepage des KSV Lauffen Neckar e.V.
Willkommen auf der Homepage des KSV Lauffen Neckar e.V. 

 

Ralf Schneider ist einer der qualifiziertesten Kampfrichter des Deutschen Ringerbundes und damit fit für die Olympischen Spiele

 

1896 wurde in Athen die erste olympische Goldmedaille im Ringen verliehen. Ein Ringer aus Deutschland hat es damals geschafft, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen: Carl Schuhmann. Ganz oben aufs Ringer-Kampfrichter-Treppchen hat es 120 Jahre später ein Lauffener geschafft: Ralf Schneider. Seit 2016 ist er auf der obersten Kampfrichter-Qualifikationsstufe angekommen und darf damit bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen pfeifen.

Papa Bernd und Onkel Hermann, beide aktive Ringer in der Oberliga,  waren für den kleinen Jungen aus der Neckarstraße die ersten Ringer-Idole. Mit sechs Jahren ging es dann auch für ihn zweimal in der Woche zum Training auf die Matte in die TVL-Halle, „gut, dass wir so quasi ums Eck gewohnt haben, da war der Weg zum Sport nicht weit“. Die auch heute noch gute Jugendarbeit des Kraftsportvereins Lauffen, kam Ralf Schneider damals zu Gute und „natürlich auch die Förderung durch meine Eltern“.

 

Dass er immer zu den Kleineren in der Klasse gehört hat, war für ihn Ansporn für den Kampf-und Kraftsport, der den ganzen Körpereinsatz fordert, „vor uns Ringern hatte man schon Respekt, wir konnten uns auch auf dem Schulhof behaupten“. Und was die kleinen und großen Ringer alles trainieren müssen weiß Ralf Schneider: Beweglichkeit des gesamten Körpers, Fitness, Koordination, Ausdauer, Technik und Taktik, „Ringen ist echt vielfältig und schafft Selbstvertrauen“. Talent und Fleiß braucht es natürlich auch, und der junge Ralf Schneider hatte wohl genug davon, denn schon nach zwei Jahren gab es bei den Bezirksmeisterschaften die ersten Medaillen. Diese Erfolge und der Zusammenhalt in den Jugendmannschaften, der auch im Freizeitbereich gepflegt wurde, gehören zu Ralf Schneiders Erinnerungen an seine Ringer-Jugendjahre, „das war klasse und weckte natürlich auch den Ehrgeiz“. Bis zu seinem Ende als aktiver Ringer ist die Trophäensammlung auf über 40 Medaillen und Urkunden angewachsen.

 

Schon mit 16 Jahren zeigte sich bei ihm die Tendenz Richtung Laufbahn als Kampfrichter. Lehrgänge wurden absolviert und mit 18 Jahren hatte er die erste Kampfrichter-Lizenz des Württembergischen Ringerverbandes in der Sporttasche. Mit 22 hat sich Ralf Schneider aus dem aktiven Ringen verabschiedet und sich ganz für die Kampfrichterkarriere entschieden. Lehrgang auf Lehrgang, Prüfung auf Prüfung national und international folgte, heute gehört er zu den drei Kampfrichtern des Deutschen Ringerbundes, welche die höchste Qualifikation (Kategorie 1S) erreicht haben und er kann, wenn er berufen wird, was er natürlich hofft, im Jahr 2020 bei den olympischen Spielen in Tokio pfeifen. 45 Kampfrichter aus der ganzen Welt werden dafür nominiert. „Als Kampfrichter muss man einen Kampf so quasi lesen können“. Und man muss sich verständlich machen können, Englisch und teilweise Französisch sind da Pflicht. Ringen ist für ihn eine absolut faire Sportart. In seiner ganzen bisherigen Laufbahn musste der heute 49Jährige nur einmal die rote Karte ziehen.

Rund um den Erdball führen ihn seine Einsätze, in Länder Brasilien, USA, Kanada, Azerbaijan oder Russland, bzw. Städte wie Tiflis, Baku, Salvador de Bahia oder Colorado Springs, „man lernt Länder und Städte kennen, wo man sonst wahrscheinlich nie hinkommt.“

Die Weltmeisterschaften 2017 in Paris waren für den Schiri aus Lauffen, der 16 Jahre lang auch der Vorsitzendes des KSV Lauffen mit seinen rund 70 Mitgliedern war, bisher der Höhepunkt. Sorgen macht er sich ein bisschen um den Nachwuchs, dabei macht dieser Sport, der so viele Facetten hat, „doch richtig Spaß, hält fit, fördert die Kameradschaft und bringt Kraft und Ausdauer“.

 

Ralf Schneider als Kampfrichter bei der Weltmeisterschaft
in Paris

 

In der vergangenen Woche fanden in Paris die Ringer-Weltmeisterschaften der Männer undFrauen statt. Mit dabei als Kampfrichter mit höchster UWW-Kampfrichterlizenz war auchunser ehemaliger und langjähriger Vorsitzender Ralf Schneider. Qualifiziert durch seine sehrgute Leistungen in der Vergangenheit, insbesondere durch seine hervorragenden Leistungenim letzten Jahr, als er im August 2015 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Brasilien und im November 2015 beim Weltcup-Finale in Aserbaidschan bei einigen Finals alsKampfrichter eingeteilt war, wurde der 47-jährige Ralf Schneider Anfang diesen Jahres vom
Ringer-Weltverband in die höchste UWW-Kampfrichter-Kategorie 1 S eingestuft! Bereitsvom 8. bis 13. März diesen Jahres war er schon bei den Europameisterschaften der Männerund Frauen in Riga/Lettland im Einsatz. Doch der Kampfrichter-Einsatz bei der jetzigenWeltmeisterschaft in Paris war wohl der bisherige Höhepunkt in der Kampfrichterlaufbahnvon Ralf Schneider.

 

Wir gratulieren dir zu dieser Ehre und deinen Leistungen!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© KSV Lauffen